Von:
Peter Kolberg

e-freundeskreis.de

Freundeskreis - sind das eigentlich alle meine Freundschaften? Freundeskreise habe ich viele, aber wirklich gute Freunde zähle ich an meinen Fingern ab. Bei Freundschaft fallen mir 5 bis 10 Personen ein. Bei Freundeskreis assoziiere ich 10 bis 50 Personen, zu denen ich irgendeine Beziehungen habe. Die verschiedenen Freundeskreise, die mir einfallen, sind durchaus unterschiedlicher Qualität.

Da sind die langjährigen Beziehungen, die durch Umzug oder Arbeitsplatzwechsel erhalten geblieben sind. Auch wenn man sich nicht ständig sieht, gibt es doch eine gewisse Regelmäßigkeit der Treffen. Hinzukommen die regelmäßigen Treffen mit Menschen, mit denen ich an einem Projekt oder einer Aufgabe arbeite. Inzwischen ist ein Freundeskreis daraus geworden. Und dann sind da Menschen, die ich in unterschiedlichen Bezügen kennen und schätzen gelernt habe und deren Beziehung sich auszeichnet durch gegenseitige Akzeptanz, Interesse an meiner Person, emotionales Verständnis, Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und Loyalität.

Tucholsky sagt: "Freundschaft – das ist wie Heimat". Es ist ein ganz gutes Gefühl, wenn ich Menschen wiedertreffe und denke: Hier knüpfst Du an etwas an, was Dich schon vorher verbunden hat. Wer echte, gute, vertrauensvolle Freunde hat, der hat ein Stück Heimat gefunden.

Herausfordernd ist für mich der Satz Jesu: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch sage,“ aus Johannes 15. Es stärkt mich auch das andere zu hören: „Ich sage nicht: Ihr seid meine Knechte. Warum? Ein Knecht weiß nicht alles, was sein Herr tut. Ihr seid meine Freunde, darum habe ich euch alles gesagt, was der Vater mir sagte.“

„Christen haben überall auf der Welt Freunde“ – mit diesem Satz im Ohr habe ich das immer wieder erlebt.